Hallo Robert,
es ist jetzt 30 Jahre her, dass sich unsere Lebenslinien getroffen haben.
Seither haben wir gemeinsam sehr viel Zeit verbracht. Die Ratscher mit dir waren immer spannend, abwechslungsreich und lehrreich. Egal, ob es um die Arbeit oder um andere Themen ging – du hattest immer eine Meinung oder wusstest Bescheid. Ob in deinen Hauptbereichen Archäologie, Montanologie, Geologie und Museum oder auch bei aktuellen Themen aus Politik und Wissenschaft – du warst immer am Laufenden.
Dann waren da unsere gemeinsamen Erkundungen in diversen Stollen und Bergwerken, zum Fotografieren, Vermessen, Aufzeichnen und natürlich auch einfach aus Freude am Entdecken.
Eine lange Zeit war dein Lieblingsprojekt die Aufrechterhaltung des Arthurstollens, in das du unglaublich viel Arbeit und Mühe gesteckt hast. Ich erinnere mich an die Reparatur der E-Lok, an die diversen Betonierarbeiten und an vieles Andere, das du dort geleistet hast.
Auch deine Versuche, prähistorisches Kupfer zu schmelzen, bleiben mir in Erinnerung. Gemeinsam haben wir einen Schmelzofen und einen elektrisch betriebenen Blasebalg eingerichtet und leider einige erfolglose Schmelzversuche unternommen. Erfolglos vielleicht – aber langweilig war es nie!
Auch dein Engagement für Gruppen junger Menschen, denen du die Archäologie schmackhaft machen wolltest, fand ich immer großartig. Deine Führungen durch den Arthurstollen mit Bekannten waren jedes Mal interessant und lehrreich.
Dazu kommen die vielen Ausflüge mit meiner Familie und all die anderen gemeinsamen Erlebnisse, an die ich mich gerne zurückerinnern werde.
Ich weiß noch, wie du ganz stolz verkündet hast, dass du im Urlaub zu deiner Freundin Brigitte nach Deutschland fährst.
Und nicht zu vergessen: dein unermüdlicher Einsatz für das Museum in Bischofshofen, für das du dich bis zuletzt mit viel Herzblut eingesetzt hast.
Leider haben sich unsere Lebenslinien am 3. August 2026 wieder getrennt. Das hinterlässt eine große Leere in mir und tut weh.
Aber ich werde diese Leere mit unseren gemeinsamen Erinnerungen füllen – mit all den Gesprächen, den Erlebnissen, dem gemeinsamen Lachen und den vielen Stunden, die wir miteinander verbringen durften.
Danke, mein Freund.
Dein Freund
Helmut
P.S.: Du fehlst mir …
Helmut